Musikalische Einstimmung auf Weihnachten

Festlich und voluminös eröffnete das Bläserquintett des Musikvereins Kühbach, unter der Führung von Maximilian Arzberger, am vergangenen Sonntag das Adventssingen- und musizieren in der Wallfahrtskirche St. Leonhard in Inchenhofen. Die Gesamtleitung des Adventssingen hatte Rupert Reitberger inne. Von der Empore war der Inchenhofener Kirchenchor, unter der Leitung von Martin Schormair, zu hören, der abseits bekannter Advents- und Weihnachtslieder neue Literatur einstudierte. Anschließend begrüßte Dekan Stefan Gast alle Mitwirkenden des Konzertes und alle Zuhörer. „Die Zeit des Advents ist eine Zeit der Besinnung. Sie gönnen sich hier eine Stunde Auszeit und ich hoffe, Sie können viele Gedanken für die Adventszeit mitnehmen.“, so Dekan Gast weiter. Der Landfrauenchor Aichach-Friedberg, der von Reitberger geleitet wird, ist fester Bestandteil des Benefizkonzerts. Lieder wie „Oh edle, liebreiche, herzguldene Nacht“, „Majuschki Baju (russisches Weihnachtslied)“ und den beeindruckenden Adventsjodler gab der Landfrauenchor mehrstimmig zum Besten. Die imposanten und raumfüllenden Männerstimmen des Doppelquartetts Unterer Lech, unter der Leitung von Marianne Lang bezeichnete Reitberger als besonderes akustisches Highlight des Adventssingens. Er erklärte den Besucher, dass das Adventssingen vor 70 Jahren aufgrund einer Idee, getragen von sehnsuchtsvoller Hoffnung, auf eine bessere, friedlichere Welt entstand. „Diesem Wunsch von Tobi Reiser (1907-1974) folgte die Geburtsstunde des Salzburger Adventsingens, als er an einem kalten Adventabend des Jahres 1946 mit Sängern und Musikanten ein erstes Adventsingen im Gedenken an gefallene oder vermisste Freunde organisierte. Es war eine stille, andächtige Feier, getragen von vertrauten Liedern und Weisen, religiöser Volksfrömmigkeit und überlieferten Bräuchen. Wer hätte damals gedacht, dass diese kleine Andacht die Keimzelle von mittlerweile unzähligen Adventsingen im gesamten deutschsprachigen Raum werden würde.“, so Reitberger. Das Quintett, der Boarische Saitenklang war heuer zum ersten Mal dabei. Seit bereits sieben Jahren spielen die fünf Frauen in der Besetzung des legendären Salzburger Musikers Tobi Reiser. Gedanken zum Advent sprachen zwischen den Liedern Dekan Gast und Gesamtleiter Reitberger. Reitberger bedankte sich bei allen Beteiligten und zitierte abschließend Karl Valentin „Wenn die stade Zeit vorbei ist, wird’s ruhiger!“. Traditionell wurde das Adventssingen mit dem Andachtsjodler, in den nach und nach auch die Zuhörer mit einstimmten, beendet. Mit lang anhaltenden Applaus wurden die Musiker und Sänger für den kurzweiligen Nachmittag belohnt. Mit schwungvollen Liedern und Melodien, vorweihnachtlichen Weisen und besinnlichen Liedtexten konnten die Besucher etwas zur Ruhe kommen und sich so auf das Weihnachtsfest einstimmen. Die anschließend gesammelten Spenden kamen der Renovierung der Wallfahrtskirche zugute.
Fotos: Sandra Schweizer

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