Leben und Glauben im kongolesischen Urwald

Am letzten Vortragsabend des ländlichen Seminars durfte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Hans Schweizer im gut besuchten Voglbräusaal Pater Manfred Oßner MSC aus der Oase Steinerskirchen begrüßen. Pater Manfred veranschaulichte den Zuhörern voller Leidenschaft anhand von zahlreichen interessanten Bildern tiefe Einblicke in die Lebensweise und den Alltag, Freude und Probleme der Menschen im kongolesischen Urwald. Pater Manfred war insgesamt 10 Jahre als Missionar im Kongo tätig, fünf Jahre davon in der Urwaldpfarrei Mondombe. Die Missionsstation Mondombe ist direkt am Fluss gelegen und wird nur zweimal im Jahr per Schiff mit Lebensmitteln, Ersatzteilen und Waren versorgt. Anders als hierzulande gibt es keine vier Jahreszeiten, sondern mit Trocken- und Regenzeit nur zwei. Wobei die Regenzeit im afrikanischen Urwald klar überwiegt. Der Urwald bietet alle notwendigen Nahrungsmittel, aber auch viele gefährliche Insekten und Tiere. Als die drei größten Sorgen der Menschen in seiner Missionsstation im Kongo nannte Pater Manfred die finanzielle Armut, Krankheiten wie Malaria und Tuberkulose sowie den Geisterglauben. Während die Geister Angst machen, will der christliche Glaube die Angst nehmen. Insgesamt betrage der Anteil der Katholiken in Mondombe ungefähr 15 Prozent. Am Ende seines sehr beeindruckenden Vortrags bekam Pater Manfred viel Applaus.

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