Kirche und Kommune – gemeinsam für soziale Gemeinden: Kirche und Kommune sollen enger zusammenarbeiten

Kirche und Kommune sollen enger zusammenarbeiten. Der Sachausschuss „Land“ im Diözesanrat der Katholiken im Bistum Augsburg hat dazu eine Aktion zu einer besseren Vernetzung gestartet. Ziel dieser Veranstaltungen in den einzelnen Dekanaten ist der Erhalt und die Weiterentwicklung sozialer Dorfgemeinschaften im ländlichen Raum. In Inchenhofen kamen über 100 Interessierte, darunter Pfarrer, Bürgermeister, Kirchenpfleger, Mitglieder der Pfarrgemeinderäte und Kirchenverwaltungen aus dem Dekanat und Landkreis Aichach-Friedberg zusammen. Diözesanratsvorsitzende Hildegard Schütz stellte den Diözesanrat, als höchstes Laiengremium der Diözese Augsburg vor. Der ehemalige Landwirtschaftsminister und Leiter des Sachausschusses Land des Diözesanrats, Josef Miller stellte fest: „Unsere Dörfer und dörfliche Leben in den Pfarreien haben sich innerhalb von einer Generation stärker verändert als in einem Jahrhundert zuvor und es stehen uns noch gewaltige Veränderungen bevor, die wir noch gar nicht ganz abschätzen können. Die Kirchengemeinden werden in Zukunft genauso wenig um eine intensive Zusammenarbeit zwischen Pfarreien in den Pfarreiengemeinschaften herumkommen, wie die kommunalen Gemeinden um eine weitere interkommunale Zusammenarbeit. Der Blick über den Kirchturm hinaus eröffnet neue Chancen und neue Möglichkeiten.“ Die kommunalen Gemeinden und Pfarreien hätten oftmals die gleichen Aufgaben zu meistern. Kirche und Kommune könne vieles gemeinsam leisten, ohne ihre Eigenständigkeit und Identität aufzugeben, so Miller weiter. Die Grundlage für die Aktion des Diözesanrates bildet die Studie „Netzwerk Kommune – Kirche – Gesellschaft“, des Vereins „Soziale Gemeinden im Unterallgäu“, die dort in 18 Pfarreien vorgenommen wurden. „Wie entwickelt sich der ländliche Raum, das Dorf, die Kirche? Thomas Stark, Gemeindeentwickler und Mitarbeiter der Studie, stellte deren Ergebnisse vor. Nach wie vor spiele die Kirche in der Gesellschaft eine wichtige Rolle, deshalb sei der Austausch zwischen Kirche und Kommune – mit Ehrenamtlichen sehr wichtig. Ergebnisse aus den Fragebogen hätten gezeigt, dass es bereits eine gute Zusammenarbeit gebe. Noch enger könne aber die Zusammenarbeit hinsichtlich gemeinsamer Motivation für das Ehrenamt sein. Es sei wichtig, dass alle Kräfte zusammensitzen und so die Vernetzung verstärken. Im Anschluss folgte ein reger Austausch zwischen den Zuhörern. Landrat Dr. Klaus Metzger ist sehr dankbar, dass es gerade in unserem Landkreis unglaublich viele und engagierte Pfarrer und Ehrenamtliche gebe. „Lassen Sie uns weiterhin mit offenen Sinnen und Herzen, miteinander anpacken und uns für das Wohl der Mitmenschen einsetzen, das sei unser besonderer Auftrag.“, so Dekan Stefan Gast. „Ich kann feststellen, dass vieles schon an Bewegungen stattfindet. Darauf können wir stolz zurückblicken und für die Zukunft darauf weiterbauen um sie noch besser zu vernetzen und noch mehr gemeinsame Projekte anstoßen.“, so Dekanatsratsvorsitzender Hans Schweizer zum Abschluss. Er bedankte sich bei allen Teilnehmern.

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