Hunderte nahmen Abschied von Bernhard Kaltenstadler

Sehr groß war die Trauergemeinde, die am vergangenen Samstag in Inchenhofen von Bernhard Kaltenstadler Abschied nahm. Die Wallfahrtskirche St. Leonhard war vollbesetzt. Familienangehörige, Weggefährten, ehem. Bürgermeisterkollegen, Mitglieder der kirchl. Gremien, Altlandrat Theo Körner, Altlandrat Christian Knauer und Landrat Dr. Klaus Metzger, Landtagsabgeordneter Peter Tomaschko, Vereinsangehörige und mehrere hunderte Trauernde gaben Bernhard Kaltenstadler die letzte Ehre. Der Verstorbene leitete sechs Jahre als erster Bürgermeister und zuvor 18 Jahre als zweiter Bürgermeister die Marktgemeinde. 34 Jahre war er Gemeinderatsmitglied und 24 Jahre als Kreistagsmitglied tätig. Bernhard Kaltenstadler ist Träger der Verdienstmedaille des Landkreises. Neben den politischen Einsätzen war ihm auch der Glaube sehr wichtig. Er war insgesamt 20 Jahre lang Pfarrgemeinderatsvorsitzender und seit 1997 Mesner in der Wallfahrtskirche. Dekan Stefan Gast, der mit drei Geistlichen das Requiem feierte, würdigte in der ergreifenden Predigt unter anderem seinen unermüdlichen Einsatz für die Wallfahrtskirche. „Halbe Sachen hat es für ihn nicht gegeben. Mit sehr viel Liebe zum Detail und fest verwurzelt im Glauben führte er den Mesnerdienst aus.“ Im Anschluss fanden die Nachrufe statt. Stellvertretend für den Pfarrgemeinderat, Leonhardikomittee und den Leahada Theaterfreunden hielt Hans Schweizer eine beeindruckende Rede: „Goldrichtig war er als Mesner in unserer Wallfahrtskirche. Auch im Leonhardikomittee brachte er sich mit unermüdlichem Einsatz ein. Bei den Leahada Theaterfreunden war er jahrelang Regisseur und war bei der Gründung des Vereins aktiv dabei. Er hat Wege bereitet, Herzen geöffnet und Ziele gesteckt. Er war ein treuer Wegbegleiter“, so Schweizer. Im Namen der gesamten Mesner des Dekanates Aichach-Friedberg und für den Mesnerverband der Diözese Augsburg sprach Martin Ruhland das Mesnergebet und der Familie seinen Trost aus. Bürgermeister Karl Metzger führte an, dass der Verstorbene maßgeblich im Gemeindeleben beteiligt war und würdigte die vielen Jahre im Gemeinderat und als Bürgermeister. „24 Jahre im Kreistag und weit über die Grenzen der Marktgemeinde war Bernhard Kaltenstadler bekannt.“, so Landrat Dr. Klaus Metzger. Landtagsabgeordneter Peter Tomaschko lobte ebenfalls seinen Einsatz in der CSU auf Landkreisebene. Heinrich Schoder, Vorsitzender des CSU-Ortsverbandes betonte, dass ihm das „Christliche“ besonders wichtig war und er sich für die Belange des Verbandes stets eingesetzt hat. „Er war mehr als nur ein Vereinsmitglied“, so TSV-Vorsitzender Joachim Schnürer. Im Anschluss folgte die Beerdigung auf dem Friedhof. Alle Ministranten der Pfarrei legten für ihren Mesner als Zeichen der Verbundenheit weiße Rosen nieder.

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