Elternabend gibt Einblick in Medienaneignung der 3- bis 6-jährigen

Einen Einblick in die frühkindliche Medienwelt und wie Kinder diese im Alltag nutzen und wahrnehmen, erhielten Eltern und Erzieherinnen beim vergangenen Elternabend des Kinderhauses St. Leonhard in Inchenhofen. Zu Beginn des Vortrages begrüßte Elternbeiratsvorsitzende Andrea Schmidberger den Referenten und Mittelschullehrer Stephan Mitterwieser, vom Medienpädagogischen Referentennetzwerk Bayern aus Leitershofen bei Augsburg. Das Projekt wird vom bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie gefördert. „Ist Medienerziehung Muttersache? Erziehung geht beide Eltern etwas an. Kleinkinder sind Medienanfänger. Sie brauchen Begleitung und Unterstützung bei der Mediennutzung.“, so Mitterwieser zu Beginn seines durchgehend interessanten Vortrags. Er teilte sein Referat in drei Rubriken ein, Verständnis, Verantwortung und Kompetenz. Gerade in der heutigen Zeit seien Einflussfaktoren für den Medienumgang das soziale Umfeld (Familie, Freunde, Kindergarten, Freizeit), Medien (Angebote in der Familie, Angebote des Medienmarktes) und das Kind selbst (Entwicklungsstand, Interessen und Vorlieben), so Mitterwieser weiter. Als Tipps und Anregungen gab der Referent den Zuhörern mit auf den Weg: „1. Weniger ist oft mehr, der Umgang der Medien für Kleinkinder sollte auf kurze Zeitspannen begrenzt sein. 2. Überfordern Sie ihr Kind nicht mit Inhalten und Darstellungsformen, die nicht altersgerecht sind. 3. Achten Sie darauf, was Ihr Kind bei der Mediennutzung alles mitbekommt. Sprechen Sie mit Ihrem Kind über die Medienvorbilder, die meist Hauptfiguren einer Geschichte sind. Beziehen Sie Stellung und bieten Sie Ihrem Kinder Alternativen außerhalb des Smartphones an. Auch wenn DVD`s und Filme mit Altersbegrenzungen gekennzeichnet sind, seien Sie vorsichtig und schauen zusammen mit den Kindern die Filme an.“ Im ganzen Vortrag konnten sich die Eltern und Erzieherinnen mit ihren bisherigen Erfahrungen austauschen. Informative Beratungsbroschüren lagen im Anschluss des Vortrages aus und sind auch weiterhin im Kinderhaus ausgelegt.

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