40-jähriges Gründungsjubiläum des Katholischen Frauenbundes Inchenhofen

Der Katholische Frauenbund, der 1982 mit der damals Vorsitzenden Maria Schneider, gegründet wurde, feierte vor kurzem sein 40-jähriges Bestehen. Damals traten 31 entschlossene und engagierte Frauen den Katholischen Frauenbund bei. Heute zählt der Verein 93 Mitglieder. „40 Jahre Katholischer Frauenbund in Inchenhofen, das ist eine lange, wertvolle Geschichte im Frauenbund, in unserer Gemeinde, in unserer Kirche. Die Gemeinschaft im Frauenbund ist wie eine Perlenkette – in mehrfacher Hinsicht: Jede Frau ist als Einzelne wertvoll. Sie trägt durch ihre Talente und ihr Engagement dazu bei, dass Gemeinschaft entsteht und diese nach außen wirkt. So stehen die Mitglieder im Frauenbund einander seit vielen Jahren bei, nehmen teil an Freud und Leid der anderen und helfen einander“, so würdigte Dekan Gast bei seiner Begrüßung zum feierlichen Wortgottesdienst die Mitglieder. Es konnten zum Beispiel durch die jährlichen Christkindlmärkte viele kirchliche, soziale und caritative Projekte unterstützt werden. Danach ging die Feier im Gasthaus Voglbräu weiter. Vorsitzende Maria Stippl begrüßte Herrn Dekan Stefan Gast, Pfarrer Thomas Herz, Bürgermeister Toni Schoder und alle Mitglieder. Besonders begrüßt wurde die Ehrenvorsitzende und Gründerin Maria Schneider. Jedes Mitglied fand auf seinem Platz ein kleines Geschenk vor.  Sabine Schweizer trug das Gedicht „Die Frauenbundfrau“ vor. Es wurden zahlreiche Gründungsmitglieder mit einer Ehrenurkunde und Orchidee von Maria Stippl geehrt. Sie bedankte sich bei allen, die gekommen sind und den Frauenbund zu dem gemacht haben, was er heute ist. Eine Power-Point-Präsentation ließ alle Ereignisse der vergangenen 40 Jahre eindrucksvoll Revue passieren: Seniorennachmittage, Advents- und Muttertagsfeiern, Grillfeste, Vorträge zu geistlichen Themen, Exkursionen in verschiedene Betriebe, Fahrten durchs Wittelsbacher Land, Palmbüschel binden, Osterkerzen verzieren, Blumenteppiche an Fronleichnam, Kirchenschmuck am Erntedankfest, usw.. Dieses umfangreiche Veranstaltungsprogramm zeigte auf, was der Frauenbund konkret in der Pfarrei und für alle leistet. Die Feier klang mit einem Abendessen aus.

 

2000 Pilger bringen ihre Anliegen zum heiligen Leonhard

Inchenhofen (san) Trotz zweijähriger Coronapause kamen am vergangenen Pfingstmontag rund 2000 Wallfahrer in den Morgenstunden singend und betend nach Inchenhofen um ihre Anliegen und Bitten dem heiligen Leonhard vorzubringen. Die meisten Pfarreien und Ortschaften erweisen seit mehreren Jahrhunderten dem „bayerischen Herrgott“, wie er im Volksmund genannt wird, die Ehre. Der Heilige ist der Schutzpatron der Gefangenen, der Mütter, der angeketteten Tiere und auch der Geisteskranken und wird schon seit mehr als 700 Jahren verehrt. Am Pfingstmontag wird in Inchenhofen die Erzbruderschaft des heiligen Leonhard gefeiert. Pfarrgemeinderatsvorsitzender und zweiter Bürgermeister Hans Schweizer schätzte 2000 Wallfahrer und freute sich, dass auch viele Kinder und Jugendliche mit zum heiligen Leonhard wallfahrten. Ab sechs Uhr fanden stündlich Wallfahrtsgottesdienste statt, die von Dekan Stefan Gast und Pater Alois Mäntele in jeweils einem vollbesetzten Gotteshaus zelebriert wurden. Darunter waren Gruppen aus Hilgertshausen, Singenbach, Junkenhofen, Alberzell, Klenau, Gumpersdorf, Petershausen, Sulzbach, Ed, Stadlham, Weilach, Griesbeckerzell, Obergriesbach, Zahling, Ober- und Untermauerbach, Taiting, Edenried, Laimering, Rieden, Peutenhausen, Gachenbach, Klingen, Thalhausen, Ecknach, Oberbernbach und Unterschneitbach, Dasing, Rinnenthal, Rehrosbach, Paar, Harthausen, Walchshofen, Oberschneitbach, Wulfertshausen und Eismannsberg. In jedem Wallfahrtsgottesdienst wurde den Pilgern mit der Leonhardsreliquie der Segen gespendet. Erleichtert war Dekan Stefan Gast, dass die Pfingstwallfahrt wieder durchgeführt werden konnte und dass so viele Wallfahrer jeden Alters kamen. Er kam mit vielen Wallfahrern und Gruppen ins Gespräch. Die Ministranten der Pfarrei sind gerade an solchen Tagen besonders gefordert. Fast ununterbrochen konnte man die beeindruckenden Glocken der Wallfahrtskirche schon von Weitem hören, die die Wallfahrer einläuteten. Seit kurz nach fünf Uhr morgens war die Mesnerfamilie Kaltenstadler in der Kirche und hat Vorbereitungen für die Gottesdienste getroffen und Aufnahmen zur Erzbruderschaft, sowie Messintentionen entgegengenommen. Die Wallfahrt nach Leahad zum heiligen Leonhard ist für die 18-jährige Johanna Nodlbichler aus Zahling etwas ganz Besonderes. Seid sie sechs Jahre alt ist, geht sie regelmäßig die Wallfahrt mit und betet für die Gesundheit ihrer Familie. Auch ihr Freund Niklas Koller (18 Jahre) machte sich heuer zum ersten Mal mit auf dem Weg. Für ihn war es eine ganz neue Erfahrung, die er gerne wiederholen will. Beide standen bereits um 3:15 Uhr auf und gingen um 3:45 Uhr los. Besonders gefiel Koller die Wegstrecke durch den Wald und die Natur in den frühen Morgenstunden. Als Belohnung suchten sich beide Süßigkeiten am Stand des Pfarrgemeinderates aus.  Ruhestandsgeistlicher Thomas Gestlacher ging mit seiner Wallfahrergruppe aus Oberbernbach mit zum heiligen Leonhard. Er zelebrierte den Gottesdienst um 7 Uhr mit. „Das ganze Leben ist eine Wallfahrt. Wichtig seien aber immer wieder Pausen und ein festes Ziel vor Augen.“, so Gerstlacher. Für Martin Großhauser (50 Jahre) aus Stockensau ist die Wallfahrt nach Inchenhofen ein fester Bestandteil jeden Jahres. Er geht bereits als Kind Jahr für Jahr die Wallfahrt mit den Peutenhausern mit. In Radersdorf schlossen sich sein fünfjähriger Sohn Jakob und seine Frau Heidi (46 Jahre) der Gruppe mit an und liefen das letzte Stück mit. Großhauser war froh und dankbar, dass die Wallfahrt dieses Jahr wieder wie gewohnt durchgeführt werden konnte. Bei einer Wallfahrt darf natürlich die anschließende Brotzeit nicht fehlen, deshalb herrschte in den beiden Leahada Gaststätten Hochbetrieb. Andenken und Süßigkeiten gab es am Verkaufsstand des Pfarrgemeinderates. Das Pontifikalamt wurde von Abt Vinzenz Wohlwend OCist aus dem Zisterzienserabtei Wettingen-Mehrerau und Dekan Stefan Gast zelebriert. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Hans Schweizer hieß den Zisterzienserabt herzlich willkommen „Heute sind viele begeisterte Wallfahrer schon seit den frühen Morgenstunden zu Fuß unterwegs nach Leahad. Es geht auf den Geist, Gottes Geist, zurück: Pfingsten. Überall, wo Mitmenschlichkeit über Eigensinn siegt oder Brücken gebaut statt Mauern errichtet werden kann Gottes Geist begeistern, liebevoll zu handeln. Wo wir Menschen keine Möglichkeiten mehr sehen, da fangen Gottes Möglichkeiten erst an. Gottes Geist übersteigt unser Denken und ist größer als unser Herz.“ so Schweizer, der als zweiter Bürgermeister und Pfarrgemeinderatsvorsitzender den Ehrengast begrüßte. „Miteinander unterwegs sein und füreinander da sein. Die Kirche soll ein Ort sein, wo wir hingehen dürfen und willkommen sind. Stellen wir uns die Fragen: Wohin gehen wir im Leben? Wer sind wir? Was sind unsere Talente und Fähigkeiten? Jeder Einzelne von uns hat seine Talente und Qualitäten, damit die Gesellschaft vielfältig ist. Lernen wir wieder mehr Rücksicht zu nehmen, einander in den Blick zu nehmen und füreinander da zu sein. Wir brauchen unsere Gesellschaft, Mitmenschen und unsere Vereine.“, so Abt Vinzenz Wohlwend OCist in seiner kurzweiligen und überzeugenden Predigt. Das Pontifikalamt wurde mit dem Kirchenchor und dem Orchester unter der Leitung von Tobias Wittmeir feierlich umrahmt.

Fotos: Sandra Schweizer

Dekan Stefan Gast feiert 25-jähriges Priesterjubiläum

Anlässlich des 25jährigen Priesterjubiläums ließ die ganze Pfarreiengemeinschaft Inchenhofen Dekan Stefan Gast am vergangenen Sonntag hochleben. Aus der ganzen Pfarreiengemeinschaft kamen zahlreiche Fahnenabordnungen und über 50 Ministranten. Der Kirchenchor für den Festgottesdienst setze sich aus allen Pfarreien zusammen, der mit Orgel und Trompete unter der Leitung von Tobias Wittmeir herausragend begleitet wurde. In der Wallfahrtskirche wurde dafür eigens eine 50 Meter lange Kirchenfahne in den Farben gelb und weiß und eine große silberne 25 im Altarraum aufgehängt. Der Liedruf aus dem Gotteslob „Die Freude an Gott ist unsere Kraft! Halleluja.“ verfolgt Dekan Stefan Gast schon all die Jahre seiner Priesterzeit und somit hat er ihn auch als Leitwort über sein 25jähriges Priesterjubiläum geschrieben. Am 04. Mai 1997 war seine Priesterweihe im Dom in Augsburg. Sein Primizspruch lautete „Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt“ (Joh. 1,14). Am 11.05.1997 fand die Primiz in seiner Heimatpfarrei Waltenhofen statt. Am 1. Oktober 2007 kam er als Pfarrer nach Inchenhofen, die Pfarreiengemeinschaft wurde dann am 01. September 2008 errichtet. Seit 15. Juli 2011 wurde ihm das Amt des Dekans des Dekanates Aichach, später dann für Aichach-Friedberg übertragen. „Bei meiner Priesterweihe hat unser damaliger Bischof Dr. Viktor Josef Dammertz uns Weihekandidaten als „Abenteurer Gottes“ bezeichnet. Ja, er hatte wahrhaft recht. Es war und ist nach wie vor ein großes Abenteuer, sich auf Gott einzulassen. Aber es ist ein schönes Abenteuer, wenn es auch manchmal mühlevoll ist. Langeweile kommt nicht auf.“, so der Jubilar in seiner kurzweiligen und interessanten Predigt. Organisiert wurde das Fest vom Pastoralrat der Pfarreiengemeinschaft.

„Den meisten Leuten ist gar nicht bewusst, dass das Wort „Bus“ vom Lateinischen „Omnibus“ kommt, was übersetzt heißt „Für alle“. So ist ein Seelsorger wie ein Omnibusfahrer, der sein Fahrzeug für alle fährt. Es ist ein Fahrzeug für alle, die an den Haltestellen des Lebens warten. Der Priester hier im übertragenen Sinn der „Omnibusfahrer“ öffnet an verschiedenen Stationen des Lebens den Gästen die Türen. Mein Dank gilt Ihnen für die seelsorgliche Arbeit in unserer Pfarreiengemeinschaft, wo bei Sie uns das Wort Gottes auslegen und die heiligen Messen mit uns feiern. Ganz besonders auch für die Leonhardsverehrung. Durch die viele Wallfahrer mit Humor und Glaubenskraft begeistert werden.“, so Pastoralratsvorsitzender Hans Schweizer. Er überreichte eine Kerze mit dem Primizspruch.

Stellvertretend für die Gemeinden Hollenbach und Inchenhofen sprach Toni Schoder die Glückwünsche. Er stellte fest, dass Dekan Stefan Gast die längste Zeit seiner Priesterzeit bisher in Leahad verbracht hat und dass der Glaube für ihn immer im Mittelpunkt steht.  Er sei ein wichtiger Bestandteil für beide Gemeinden, der die Menschen auf ihrem Lebensweg begleitet und ihnen auf Augenhöhe begegnet.  Er übergab ihm zusammen mit Bürgermeister Xaver Ziegler aus Hollenbach ein Präsent. Als kleine Überraschung wurde eine persönliche Videobotschaft von Bischof Dr. Bertram Meier abgespielt, der sich gerade in Rom befindet. Er bezeichnet ihn als Silberstück und stellte fest, dass er wunderbar in die Pfarreiengemeinschaft Inchenhofen passt und er sich in die Spiritualität des heiligen Leonhard eingelebt hat. Der Jubilar bedankte sich bei allen Haupt- und Ehrenamtlichen, bei jedem Einzelnen der gekommen ist und war überwältigt, was für ihn alles auf die Beine gestellt wurde.  Anschließend fand bei herrlichem Sommerwetter ein Stehempfang mit musikalischer Umrahmung vom Musikverein Hollenbach-Inchenhofen im Pfarrgarten statt. Die Ministranten ließen Luftballone steigen und der Pastoralrat hat ein großes Buffet mit Süßem und Deftigem auf die Beine gestellt.

Konstituierende Sitzung des Pfarrgemeinderates

In der konstituierenden Sitzung des Pfarrgemeinderates der Pfarrei Sankt Leonhard in Inchenhofen wurden die Vorstandswahlen unter Dekan Stefan Gast durchgeführt. Als Vorsitzender steht weiterhin Hans Schweizer an der Spitze des Gremiums. Dekan Stefan Gast begann die Sitzung mit einem geistlichen Impuls. Danach erläuterte er den Pfarrgemeinderatsmitgliedern ihre Aufgaben und Pflichten. Hans Schweizer, der seit 1990 Vorsitzender ist, wurde in seinem Amt für weitere vier Jahre bestätigt und als Delegierter für den Dekanatsrat gewählt. Seine neue Stellvertreterin ist Maria Kröpfl. Das Amt des Schriftführers übernimmt Andrea Drexl, ihre Stellvertreterin ist Marianne Menhart. Die Kasse verwaltet Tobias Metzger, ihm steht Andreas Schmidberger zur Seite. Für caritative Zwecke stellt sich Bettina Dambuk zur Verfügung. Die Jugend- und Ministrantenarbeit übernehmen Bettina Dambuk, Tobias Metzger und Sandra Schweizer. Der Männerseelsorge nehmen sich Michael Alber und Andreas Schmidberger an. Den Bereich der Öffentlichkeitarbeit übernimmt weiterhin Sandra Schweizer. Dem Pastoralrat der Pfarreiengemeinschaft gehören neben dem Pfarrgemeinderatsvorsitzenden Hans Schweizer, Maria Kröpfl und Tobias Metzger an.

Pater Alois Mäntele feiert 80. Geburtstag

Pallottiner Pater Alois Mäntele feierte vor kurzem seinen 80. Geburtstag. Aus diesem Anlass gratulierten die beiden Pfarrgemeinderatvorsitzenden Christopher Grimm für die Pfarrei St. Nikolaus in Sainbach und Hans Schweizer für die Pfarrei St. Leonhard in Inchenhofen dem Jubilar. Beide hoben hervor, dass der Jubiular schon seit drei Jahrzehnten die Aushilfsdienste in den beiden Parreien übernimmt. In Inchenhofen ist er als Zelebrant und Beichtvater im Einsatz. In Sainbach ist er zudem an Fronleichnam und Allerheiligen ein fester Bestandteil in der Pfarrei hob Grimm hervor. Beide bedankten sich für seine herzliche, liebenswürdige und menschliche Art mit der er auf die Gläubigen zugeht. Es bleibt zu hoffen, dass die Pfarreien mit Pater Mäntele noch viele Gottesdienste feiern dürfen. Mit viel Applaus bedankten sich die Gottesdienstbesucher in beiden Pfarreien.

4. Vortrag Ländliches Seminar Gerstlacher

Gemeinsam im Glauben unterwegs

Am letzten Vortragsabend des ländlichen Seminars in Inchenhofen referierte Monsignore Thomas Gestlacher aus Oberbernbach zum Thema „Gemeinsam unterwegs im Glauben!“. Gerstlacher motivierte die Zuhörer in der Wallfahrtskirche Sankt Leonhard in Inchenhofen wieder öfter die Heilige Schrift in die Hand zu nehmen, die Bibel sei der lebendige Gott. „Eines haben wir alle gemeinsam, keiner von uns wurde gefragt, wie und ob er auf die Welt kommen will. Wir sind alle ungefragt auf die Welt gekommen. Mich gibt es, jeden Einzelnen von uns, weil Gott mich gewollt hat. Auch alle unsere Heiligen, die wir heute verehren, hatten damals eine Vorgeschichte.“, so der gewandte Referent. Er verglich Gleichnisse aus der Bibel, wie den Schatz aus dem Acker mit der heutigen Zeit. Auch der Acker habe eine Lebensgeschichte, bis er reiche Frucht bringe. „Bei Gott hat jeder Mensch den gleichen Stellenwert. Es zählt weder ein Doktortitel noch wer in der Hierarchie weiter oben ist. Wir müssen uns nicht vergleichen, jeder von uns ist gleich viel wert. Kirche ist ein füreinander und ein miteinander.“, so der lebensfrohe Referent weiter. Am Ende des Vortrags bedankte sich Pfarrgemeinderatsvorsitzender Hans Schweizer bei den vielen Zuhörern, die die Vortragsreihe besuchten und den Mitgliedern des Pfarrgemeinderates für die Mithilfe bei der Organisation.

 

3. Vortrag Ländliches Seminar Josef Epp

Sich regelmäßig Pausen gönnen
Kraft für den Alltag gewinnen

Der ehemalige Klinikseelsorger und Religionslehrer Josef Epp hielt den dritten Vortrag des Ländlichen Seminars in Inchenhofen. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Hans Schweizer regte bereits in der Begrüßung die Zuhörer zum Nachdenken über den Alltag an. Zum zeitgemäßen Thema „Mich schützen und stärken – Kraft für den Alltag gewinnen“ referierte der authentische Referent aus Bad Grönenbach. Neben dem Stress von außen gibt es den Stress, den man sich selber macht, beispielsweise, wenn jemand meint, es allen recht oder alles perfekt machen zu müssen. „Hier hilft ein starkes Selbstwertgefühl.“, so Epp, der hinzufügte, dass es besser ist, dem Stress vorzubeugen, als ihn zu therapieren. 70 % aller Krankheiten seien mittlerweile stressbedingt, zum Beispiel Burnout, Erschöpfung und Depressionen. „Deshalb heißt es, wieder achtsamer auf Lebensqualität zu achten. Es gibt Zeiten der Anspannung, doch muss es dann auch wieder Zeit für Entspannung geben.“, empfahl er den Zuhörern. Er selbst nahm sich einige Monate eine Auszeit, zu Beginn seines Ruhestandes im Herbst letzten Jahres, in Israel. In den Alltag gehören aus seiner Sicht ein lebensfreundlicher Rhythmus und ein sorgsamer Umgang mit der Zeit mit regelmäßigen Pausen. Hinzu kommen Schutzfaktoren für die Seele, wie Bindungs- und Beziehungspflege mit Menschen des Vertrauens. Darüber hinaus spielen Düfte und der Geschmack eine große Rolle. „Gönnen sie sich öfter etwas Schönes – egal ob riechen, schmecken oder hören. Vielleicht ist das auch eine Anregung für die bevorstehende Fastenzeit. Zeit fasten, ganz bewusst Zeit für sich zu nehmen.“, gab Josef Epp als guten Rat mit auf den Weg. Die Kombination aus wissenschaftlicher Grundlage, ganzheitlichem Ansatz und alltagstauglicher Umsetzbarkeit durch Anregungen und Übungen machten den Vortrag lebendig und kurzweilig. Dekan Stefan Gast rundete den Vortrag mit dem Schlusssegen ab.

Begeistert im Glauben

Zum zweiten Vortragsabend des Ländlichen Seminars begrüßte Hans Schweizer im Namen des Inchenhofener Pfarrgemeinderates die Gemeindereferentin Theresia Zettler aus Bobingen. Das Vortragsthema lautete „Bewahren! Bewegen! Begegnen! Begeistern! – Sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund“. Die Wallfahrtskirche war coronabedingt bis auf den letzten Platz besetzt. Einen Vortrag voller Lebendigkeit, Tatkraft und Humor erlebten die Zuhörer. Theresia Zettler legte alle vier Punkte ihrer Vortragsthemen kurzweilig aus und lud immer wieder mit alltäglichen und frischen Fragen zur Selbstbeantwortung ein. Der Punkt „Bewahren“ stand unter den Gesichtspunkten Kinderzeit und Familie. „Wir bewahren uns schöne, aber auch nicht so schöne Erlebnisse auf, an die wir uns oft erinnern werden. Welchen Moment erinnerst du dich als den glücklichsten Moment deiner Kindheit? Auf wen konnte man sich immer verlassen? Das Wichtigste was meine Eltern mir beigebracht haben, war…? Sei immer wer du bist und sag was du fühlst! Denn die, die das stört, zählen nicht – und die, die zählen stört das nicht.“, so die sympathische Referentin. Der zweite Punkt Bewegen! – Mein Blick auf mich, als Jugendlicher beinhaltete zum Beispiel die Geschichte vom Elefanten, der die Freiheit nicht fand. Als junger Elefant versuchte er immer wieder sich von einem Pfahl loszureißen aber er schaffte es nicht. Später als er groß war unternahm er keinen Versuch mehr und blieb so sein Leben lang angekettet. „Begegnen! Gibt es ein Rezept, damit unser Leben gelingt? Ich schaue auf mein Leben: Was ist mir gelungen? Wer ist mir von Herzen dankbar? Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.“, so die lebensfrohe Referentin weiter. „Begeistern! Gott gibt uns die Zusage, dass unsere Namen im Himmel aufgeschrieben sind. Das gibt uns Mut, Kraft, Vertrauen und Klarheit aus dem Glauben heraus.“, so Zettler. Mit der aufheiternden Geschichte vom Pinguin von Eckart von Hirschhausen schloss die bodenständige Allgäuerin ihren Vortrag mit großem Applaus ab.

Mit biblischen, weltlichen und praktischen Impulsen wurde der Vortrag immer wieder aufgeheitert.

Spuren Gottes im Alltagsgrau

Erster Vortrag Ländliches Seminar: Lichtblicke und Spuren Gottes im Alltagsgrau

Am ersten Vortragsabend des Ländlichen Seminars durfte Pfarrgemeinderatsvorsitzender Hans Schweizer den Buchautor Domvikar Paul Weismantel aus der Diözese Würzburg zum Thema „Aus dem offenen Himmel“ – Lichtblicke und Spuren Gottes im Alltagsgrau begrüßen. „Meist verbinden wir mit dem Alltag die Farbe grau oder auch manches Grauen, das uns darin widerfährt. Doch unser alltäglich-tagtägliches Leben hat auch andere Seiten und viel mehr Farben, als nur die eine. Manchmal braucht es nur eine neue Sichtweise, einen etwas anderen Blickwinkel.“, so Weismantel zu Beginn des Vortrags.

Unter dem Leitsatz „Alle guten Dinge sind drei“, baute der Referent seinen interessanten Vortrag auf. Gold der Liebe, Weihrauch der Sehnsucht und Myrrhe der Schmerzen waren die Leitworte des Vortrags. „Gottes Liebe hält uns und dringt in uns ein. Suchen wir Jesus im Alltag, er kennt jeden Einzelnen von uns und ist in jeder Situation uns nahe. Weihrauch der Sehnsucht ist auch gleichzusetzen mit der Sehnsucht der Seele. In jedem Menschen steckt die Sehnsucht nach etwas Schönem. Nehmen wir uns auch einmal eine Auszeit für schöne Dinge, z.B. einen Blick in den Sternenhimmel wagen. Zeit für sich nehmen. Myrrhe der Schmerzen: Wir Menschen suchen immer nach Mitteln, wie man Schmerzen abwenden oder heilen kann. Die Vorstellungen der Menschen für ihr Leben werden immer verschieden sein. Der Spruch „wir können jemanden gut leiden“ beschreibt, wie sehr wir Menschen uns lieben. Und wenn einem liebenden Menschen Leid wiederfährt hat die Seele Schwerstarbeit zu leisten. Der Referent beendete seinen kurzweiligen Vortrag mit dem Lied „Weißt du, wie viel Sternlein stehen an dem blauen Himmelszelt“, um in Erinnerung zu bringen, dass Gott jeden Einzelnen von uns kennt und liebt.

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