„Hat der christliche Glaube bei uns eine Zukunft? Geistliche Quellen im 21. Jahrhundert“

Zum Thema „Hat der christliche Glaube bei uns eine Zukunft? Geistliche Quellen im 21. Jahrhundert“ hielt Bischofsvikar Prälat Dr. Bertram Meier aus Augsburg den zweiten Vortragsabend des Ländlichen Seminars, das vom Pfarrgemeinderat Inchenhofen organisiert wird. Bischofsvikar Meier, der seit zwei Jahren Leiter des Hauses St. Ulrich und des Seelsorgeamtes im Bistum Augsburg ist, bezeichnete seinen Vortrag als „Tiefenbohrung des Glaubens“. „Als ersten Punkt des Vortrags gehe ich auf die Tiefenbohrung des Glaubens ein: Ist das Christentum ein Auslaufmodell oder zukunftsfähig? Es gibt zahlreiche europäische Heilige wie Franz von Asissi oder Teresa von Ávila, die damals –auch in einer schwierigen Zeit- uns den Glauben vorgelebt haben. Christentum muss geübt werden, dass er lebendig bleibt. Viele Mitmenschen unserer Zeit nehmen den Frust von vielen Vorgängen, sei es privates oder persönliches und beziehen es auf den Kirchenfrust. Schließlich kann man vom Staat nicht austreten.“, so der Geistliche weiter. Im Anschluss folgte der zweite Aspekt „Der Grund des Brunnens lässt die Identität des Glaubens erkennen“. Die drei wichtigsten Argumente seien Synthese, Kritik und Transtendenz, wir müssen unsere Welt zur Heimat machen, so der beeindruckende Referent weiter. Mit Zitaten von Papst Johannes Paul II. und Papst Benedikt den XVI. auf die heutige Zeit bezogen schloss er diesen Punkt ab. Mit dem danach folgenden Punkt „Der Brunnen spiegelt Gott und den Menschen“, nannte er als Beispiel das Weihnachtsfest. „Bei vielen ist das Weihnachtsfest nicht „Gott wird Mensch“, sondern der „Mensch will Gott werden“. Jeder will sich in der heutigen Zeit selbstverwirklichen. Doch Gott begegnet den Menschen, indem er selbst Gott war. Nehmen wir Weihnachten wieder erster und fragen uns. Wie haben wir Weihnachten gefeiert? Was ist uns wichtig?“, so Bischofsvikar Meier. In den abschließenden Abschnitten ging er auf den Punkt „Quellen des christlichen Glaubens und Dach über der Seele“ ein. „Kirche ist Gemeinschaft und familienübergreifend. Es zählen weder Rang, Titel noch Namen. Jeder ist dazu angehalten, das Hoffnungsnetz Kirche noch fester zu knüpfen. Tankstellen und Zapfsäulen für den Glauben sind das Wort Gottes in der Bibel und die Sakramente. Jeder Christ ist eine Visitenkarte Gottes!“, so der überzeugende Referent in seinen Abschlussworten, der viel Applaus bekam.

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